NOPOET –worlds solution—

poetry by nicc cooling
Februar 17, 2016

puppe

Es war schon eine Art Traurigkeit, die die Allmutter Geia in den Schoß von Anne-Maries Augen gelegt hatte. Sie ergriff den Vorsatz, nie in der Öffentlichkeit zu weinen und wusste dabei doch nicht sich der Scham der Blicke zu erwehren, wenn es doch dazu käme. Viel hatte sie gelernt von ihrem Vater, vieles hat er ihrer Fantasie überlassen und eingiges wollte er auch nicht mitteilen. Wieso? Das wussten nur die Götter. Sie blickte in die Augen der Stoffpuppe und wunderte, dass diese leuchteten. Durch den Nebel der Tränen, so dachte sie, muss mir mein Geist einen Streich spielen. Sie wischte sich die Augen und bemerkte, dass sie viel zu weit gefahren war und dass sie nun sich zu Fuss auf den Rückweg machen musste und dass bei áll ihrer Grübellei jemand ihr die Schuhe geklaut hatte. Hatte sie sie ausgezogen und auf die Bank gelegt. Mit Sicherheit wusste sie es nicht. Allso stieg sie mit dem Stofftier in der einen Hand und in der anderen Hand den Schlüssel zu ihrem kleinen und jetzt so weitem Heim und wollte sich aufmachen, eiligst nach Hause zu kommen, als es zu regnen anfing. Wurz nochmal, keiffte sie in die Tropfen und war sich nicht dessen bewusst, dass der Himmel sie beweinte und ihre Trostlosigkeit. Da fasste sie in ihre Tasche und fand einen der Dollarnoten in ihrer Tasche und dachte sich, ich werde ein Taxi nehmen. Nur waren an diesem Stand keine Taxis, auch keine Rikschafahrer noch nicht mal ein unangeleintes Pferd stand dort. Sie stellte sich unter einen Stand und fing an zu weinen. Schon wieder. Und es war fragwürdig wer mehr Feuchtigkeit vergoss, der Himmel oder ihre Augen. Da hörte sie aufeinmal eine Stimme, weine nicht Marie. Sie sah um sich und war allein. Verwirrt schaute sie um sich und ein kalter Schauer ermächtigte sich ihres Rückens. Weine nicht Marie. Sie wurde nervös und dachte sie hätte vergessen ihre Psychopharmaka einzunehmen und ihr doch so holpriger Geist spiele ihr Streiche. Wenigstens war sie tiefer in den Stand gerückt und hatte gemerkt, dass der Schauer auf ihrem Rücken von dem Tropfwasser des Unterhauses herrührte. Weine nicht Marie. Sie griff in die Taschen und hoffte noch eingige der agstlösenden oder haluzinogenhämenden Pillen zu finden, die ihr ihr Arzt verschrieb. Nichts da. Jetzt war sie vollends aufgelöst und fiel in Ohnmacht. Wie in Zeitlupe fiel die Puppe auf den Boden und ihr Kopf auf die Puppe.

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